Verdrehte Laugenbrötchen

Verdrehte Laugenbrötchen

Laugengebäck-Rezepte kann man nie genug haben oder was meint Ihr?… wir lieben es einfach und essen es sehr gerne auch zum Frühstück. Neu dazu gekommen sind jetzt auch diese verdrehten Laugenbrötchen.

Bei diesen verdrehten Laugenbrötchen habe ich für den Teig die Übernachtgare gewählt und natürlich auch wieder meinen Lievito Madre (Rudi) eingesetzt. Keine Sorge das Rezept kann man auch ohne einen Rudi backen. Ich kann aber jedem nur empfehlen sich auch einen Rudi  oder wie Ihr ihn dann auch nennen wollt zu züchten.

Für jemanden der viel mit Hefeteig oder helle Brote backt, lohnt sich die Lievito Madre auf jeden Fall. Ich setzte meinen Rudi sehr häufig ein, zudem spart man an Hefe und der Hefeteig wird richtig schön luftig.

Für den Teig der verdrehten Laugenbrötchen habe ich aufgefrischten Rudi und ordentlich Butter zugegeben. Also die Laugenbrötchen sind kleine Kalorienbömbchen, zusätzlich werden sie nämlich später auch noch mal mit Butter bestrichen. Der Teig wird nach dem Kneten luftdicht verschlossen und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Am Morgen habe ich den Teig für 30 Minuten akklimatisieren lassen, bevor ich ihn weiter verarbeitet habe. Ich habe den Teig anschließend in 9 Teiglinge geteilt und diese rundgewirkt.

Hefeteig

Die rundgewirkten Teiglinge abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Nun jeden Teigling dünn ausrollen und mit weicher Butter bestreichen. Der ausgerollte und bestrichene Teig wird dann geteilt und beide Stücke von außen nach innen aufgerollt. Die beiden Stränge verdrehen und wie eine Schnecke aufrollen. Die Enden unter den Teig stecken und vorsichtig andrücken.

Hefeteig

Die verdrehten und geformten Teiglinge 30 Minuten ohne das sie abgedeckt werden ruhen lassen. Es soll sich eine Haut bilden. In dieser Zeit den Backofen vorheizen und die Lauge vorbereiten. Ich nehme zum laugen Laugenperlen. Hierbei muss man aber unbedingt Handschuhe und eine Schutzbrille tragen.

Der Geschmack ist einfach mit echter Lauge viel besser als mit der Natronlauge. Nach dem Laugen die Brötchen auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech legen. Jetzt kann man sie mit Brezelsalz oder Saaten bestreuen wenn man mag.

Die verdrehten Laugenbrötchen nun in den Backofen geben und 16-18 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.

LaugengebäckIch froste immer Laugengebäck gerne auf Vorrat ein. Wenn Ihr das auch machen wollt,  dann solltet Ihr diese aber ohne Brezelsalz einfrosten. Das könnt Ihr dann wenn Ihr sie aufbackt machen. Einfach das Laugengebäck mit etwas Wasser besprühen und dann das Salz drauf geben und ein paar Minuten aufbacken. Das Laugengebäck schmeckt wie frisch gebacken.

Weitere Laugengebäck-Rezepte hier im Blog sind z.B.

Laugenecken
Laugenbrötchenkranz

 

 

Verdrehte Laugenbrötchen

Verdrehte Laugenbrötchen

Hier kommt das Rezept zum ausdrucken…
Laugengebäck

Verdrehte Laugenbrötchen

Britta von Backmaedchen 1967
4.67 von 6 Bewertungen
Portionen 9 Stück

Zutaten
  

FÜR DEN TEIG

  • 170 g Weizenmehl 1050
  • 280 g Weizenmehl Type 550
  • 100 g Dinkelmehl 630
  • 50 g Weizenvollkornmehl
  • 5 g frische Hefe wer keinen Lievito Madre hat nimmt hier 8 g frische Hefe
  • 85 g Lievito Madre aufgefrischt
  • 11 g Salz
  • 15 g Honig
  • 90 g Butter
  • 1 Ei
  • 270 ml Milch

ZUM BESTREICHEN

  • 60 g Butter

ZUM LAUGEN

  • 500 g kaltes Wasser
  • 20 g Laugenperlen

WER HAUSHALTSNATRON NIMMT

  • 2 EL Kaiser Natron
  • 1000 g Wasser

ZUM BESTREUEN

  • Sesam
  • Brezelsalz

Anleitungen
 

  • alle Zutaten für den Teig in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 3 Minuten einen Teig kneten. Den Teig in eine Kunststoffdose mit Deckel geben und luftdicht über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  • am nächsten Morgen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 30 Minuten akklimatisieren lassen.
  • den Teig in 9 Stücke teilen und rundwirken, anschließend abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen.
  • jeden Teigling dünn ausrollen und mit weicher Butter bestreichen. Den bestrichenen Teig in der Mitte längst teilen und beide Stücke von außen nach innen aufrollen.
  • die beiden Stränge verdrehen und wie eine Schnecke aufrollen. Die Enden unter den Teig stecken und vorsichtig andrücken.
  • die verdrehten und geformten Teiglinge 30 Minuten ohne das sie abgedeckt werden ruhen lassen. Es soll sich eine Haut bilden. In dieser Zeit den Backofen vorheizen und die Lauge vorbereiten. BITTE BEI ANRÜHREN DER BREZELLAUGE DIE HANDSCHUHE UND SCHUTZBRILLE NICHT VERGESSEN.
  • den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • die Teiglinge 5 Sekunden in die Lauge tauchen und auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech legen. BITTE BEI DER BREZELLAUGE DIE HANDSCHUHE UND SCHUTZBRILLE NICHT VERGESSEN.
  • die gelaugten Teiglinge mit Sesam und Brezelsalz bestreuen und in den vorgeheizten Backofen geben.
  • die Brötchen 16-18 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Nachbacken!!!

    Britta von Backmaedchen 1967

      Notizen

      TIPP: die verdrehten Teiglinge auf eine Schaumkelle legen und damit in die Lauge tauchen so bleiben sie in Form, anschließend auf das Backblech legen.
      Keyword Laugenbrötchen, Laugengebäck, Laugenstangen, Lievito Madre, Übernachtgare, wenige Hefe

      Verdrehte Laugenbrötchen

      12 Gedanken zu „Verdrehte Laugenbrötchen“

      1. Hallo, leider ist mir die Brötchen misslungen!!! Obwohl ich häufig Brezelteig mache. Aber Superteig.
        1. Der Teig ist zu sauer!!! Vielleicht liegt es an 2-3 Tage in Kühlschrank-Gare?!?
        2. Der Teig war super zu formen und habe alles so gemacht wie das Rezept!!! Dann aber im Lauge, fast zerfallen und waren dann aus der Form geraten,
        3. Nach Backen, zu hell, zu sauer und überhaupt nicht fluffig!!!!!

        Was habe ich falsch gemacht?
        Vielen Dank im Voraus für die Hilfe und Antwort, Hannah

        1. Hallo Hannah,

          1.warum hast du den Teig 3 Tage im Kühlschrank gehabt????
          2. wenn du die Brötchen formst musst du die Enden gut andrücken. Eigentlich dürften sie die paar Sekunden die du sie in Lauge tauchst nicht auseinander gehen. Bei mir liegen die auf einer Schaumkelle zum laugen, da geht nichts auseinander.
          3. Zu hell dann hast du sie nicht lang genug gebacken und sauer das wird wohl an deinem Teig bei der langen Gare liegen bei 3 Tage im Kühlschrank.

          Wenn man sich komplett an das Rezept hält werden sie auch so wie auf dem Bild.

          1. Vielen Dank für die schnelle Antwort!! Ich war beruflich sehr angespannt gewesen.
            Ich dachte wie bei Pizzateig schadet nicht lange im Kühlschrank zu lassen!!
            Ich werde es nochmal machen und werde berichten.
            Alles Gute , Hannah

            1. Hallo Hannah,

              dann würde ich mich freuen, wenn du dich noch mal meldest. Ein kleiner Tipp leg die geformten Teiglinge auf eine Schaumkelle oder großen Löffel und tauche sie in die Lauge so bleiben sie auf jeden Fall in Form und gehen dir nicht auseinander.

              Liebe Grüße
              Britta

      2. 5 stars

        5 stars
        Hallo liebe Britta,
        Ich habe dein Rezept gestern ausprobiert und muss dir da wirklich mal mein großes Lob aussprechen. Die ganze Familie ist so begeistert, dass ich tatsächlich nur ein Lautenbrötchen abbekommen habe .
        Die wird es jetzt definitiv öfter bei uns geben! Danke vielmals für das tolle Rezept!
        Glg
        Eva

      3. 4 stars
        Danke für das Rezept. Die Falttechnik werde ich sicher noch mal mit einer Zimtschnecken-Füllung testen. Als Laugengebäck optisch klasse, aber aufwändig und wir vermissen die Lockerheit etwas.

        1. Hallo Hein, was für eine schöne Idee sie mal mit einer Zimtschnecken-Füllung zu backen, damit werden sie bestimmt auch super schmecken. Das tut mir leid, dass sie von der Lockerheit nicht so waren wie gewünscht, dass war bei meinen nicht.

          Liebe Grüße
          Britta

      4. 5 stars
        Hallo Britta,
        zum Glück haben wir gleich die doppelte Menge Teig gemacht ;-), es hat alles super geklappt.
        Die Formgebung und das zusätzliche Bestreichen mit Butter haben sowohl optisch als auch geschmacklich zu einem perfekten Ergebnis geführt.
        Das Rezept schien etwas aufwändig, war aber dann ganz entspannt, weil sich der Teig absolut einfach verarbeiten ließ!

        Vielen Dank für den Beitrag und liebe Grüße, Karin

        1. Hallo Karin,

          da hast du alles richtig gemacht das du die doppelte Menge gemacht hast. Die sind bei uns auch sehr begehrt auf dem Teller. Schön das du dieses Rezept ausprobiert hast.

          Liebe Grüße

          Britta

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