Wurzelbrot

Jetzt ist August und schon sind wieder vier Wochen rum und das nächste Synchronbacken hat stattgefunden. Nach den philippinschen Ensaimadas vom letzten mal, wurde diesmal ein Wurzelbrot gebacken. Beitrag enthält unbezahlte Werbung, da Verlinkung von Personen und Blogs

Zu diesem tollen Event haben wieder Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf und Sandra von from-snuggs-kitchen aufgerufen. Ich finde das jedes mal aufs Neue spannend, denn es backen mehrere Blogger nach dem selben Rezept und doch kommen immer unterschiedliche Ergebnisse dabei raus.

Gestartet wurde am Samstagmorgen mit dem Vorteig, denn dieser muss für 8-12 Stunden bei Raumtemperatur stehen bleiben, danach ging es am Abend mit dem Levain (bei Levain handelt es sich um einen Weizensauerteig, der wie beim Roggensauerteig rangezüchtet wird und dann immer weiter gefüttert wird.) weiter, der ebenfalls für 9-15 Stunden abgedeckt stehen bleibt. Da die Temperaturen nicht mehr so heiß waren wie beim letzten Synchronbacken, habe ich meinen Levain über Nacht auf die kühle Fensterbank gestellt.

Linke Seite des Bildes sind die Schritte des Vorteiges zu sehen, auf der rechten Seite der Levain, man kann deutlich erkennen wie er über Nacht gearbeitet hat.

Als nächster Schritt wurde der Autolyseteig ( hier werden Mehl und Wasser zu einem Teig vermengt und dieser wird dann für mindestens 30 Minuten abgedeckt stehen gelassen. In dieser Zeit verquellen Stärke und Eiweiße mit Wasser, durch dieses Verfahren erreicht man eine Geschmacksverbesserung. Bei Baguettes, Chiabatta oder Brote mit sehr grober Porung wird häufig ein Autolyseteig hergestellt. ) hergestellt, dort wird das Mehl nur mit Wasser gemischt und 5 Minuten geknetet und bleibt dann abgedeckt für 30 Minuten stehen.

Autolyseteig

Anschließend werden die restlichen Zutaten zugegeben und 15 Minuten mit der Küchenmaschine geknetet. Wer mag kann an dieser Stelle noch Körner, Nüsse usw. zum Teig zugeben. Ich habe Röstzwiebeln zum Teig gegeben.

Nun bleibt der Teig abgedeckt bei Raumtemperatur für 2,5 Stunden stehen, danach wird er 1 x gefaltet nun muss er nochmals für 1,5 Stunden abgedeckt gehen.

Der fertige Teig nach 2,5 Stunden, 1 x falten und weitere 1,5 Stunden

Kurz vor Ende der letzten Gare wird dann der Backofen auf 240° C vorgeheizt. Ein Backblech im unteren Teil rein schieben und mit aufheizen.

Jetzt braucht man den Teig nur noch auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Ich habe mich entschieden zwei kleinere Brote zu backen und habe daher den Teig noch halbiert. Die beiden Teighälften muss man jetzt vorsichtig zwirbeln, in etwa so wie man ein Handtuch auswringt nur vorsichtig, da der Teig sehr weich ist, ich habe das direkt schon auf dem Backpapier gemacht.

Die fertig geformten Brote auf ein Backblech legen, dann in den vorgeheizten Backofen auf die Schiene über das aufgeheizte Backblech geben. 200 ml Wasser auf das aufgeheizte Backblech kippen und schnell die Ofentür schließen, damit die Schwaden nicht entweichen können. Nach 15 Minuten die Ofentür kurz öffnen und entschwaden. Jetzt noch weitere 15 Minuten zu Ende backen und fertig sind die Wurzelbrote.

Definitiv wird dieses Rezept jetzt eines von meinen Lieblingsrezepten. Geschmacklich ist das Brot schön mild und man hat dadurch die Möglichkeit auch mit verschiedenen Zugaben wie Körner, Oliven, getrocknete Tomaten oder Gewürze immer wieder eine andere Variante zu backen. Von innen ist es schön luftig und weich, wie man es gut an der Porung erkennen kann und die Kruste ist leicht knusprig. Da Brot war bei uns kurz nach dem backen auch schon wieder aufgegessen, man kann schwer aufhören davon zu essen, wenn man einmal angefangen hat 🙂

Es wurde nach diesem Rezept von Zorra Pain Paillasse gebacken.

Es hat wieder viel Spaß gemacht und bei jedem sind tolle Brote entstanden, wenn Ihr Interesse an den Ergebnissen der anderen Teilnehmer habt, weiter unter habe ich alle mit ihren Backergebnissen verlinkt.

Jetzt kommt das…

Rezept

Zutaten

Vorteig

  • 45 g fermentierter Teig entweder Lievito Madre oder vom letzten Brotteig wenn man viel backt… oder stellt in nach den folgenden Zutaten her.
  • 55 g Weizenmehl Typ 550
  • 35 g Wassser
  • 0,5 g frische Hefe
  • 0,5 g Salz

LEVAIN

  • 60 g Weizenmehl Typ 550
  • 30 g Wasser
  • 45 g fermentierter Vorteig

Hauptteig

  • 400 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 TL Backmalz oder Honig ( ich habe Honig genommen )
  • 270 g Wasser für den Autolyseteig
  • 25 g Wasser zum auflösen der Hefe
  • 3 g frische Hefe
  • 9 g Salz
  • wer mag gibt noch Saaten, Röstzwiebel oder Oliven usw. dazu

Weitere Zutaten

  • 200 ml Wasser zum schwaden

Zubereitung

  • Vorteig ( fermentierter Teig ) Alle Zutaten am Morgen für den Vorteig zu einem Teig kneten, das kann man gut mit der Hand machen, da es ja nur wenige Zutaten sind. Dann 45 g abwiegen und abgedeckt bei Zimmertemperatur 8-12 Stunden gehen lassen. Den Rest in den Kühlschrank stellen und anderweitig verwenden.
  • Am Abend die Zutaten für den Levain vermengen und abgedeckt in eine Schüssel, Glasbehälter oder Kunststoffdose über Nacht 9-15 Stunden gehen lassen. Ich habe meinen auf die kühle Fensterbank gestellt, dort war es nicht zu warm und nicht zu kalt.
  • Für den Hauptteig: Mehl und 270 g Wasser 5 Minuten mit der Küchenmaschine kneten und abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen ( Autolyse ). Die Hefe mit Wasser ( 25 g ) auflösen. Nach der Autolyse alle Zutaten zum Teig geben und 15 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Den Teig abgedeckt 2,5 Stunden gehen lassen , danach 1x falten und weitere 1,5 Stunden abgedeckt gehen lassen.
  • Den Backofen auf 240° C vorheizen, dabei ein Backblech auf der unteren Schiene mit aufheizen.
  • Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und zwirbeln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Wer zwei kleine Brote machen möchten den Teig einmal halbieren.
  • Das Brot nach dem zwirbeln in den Ofen geben und auf das mit aufgeheizte Backblech 200 ml Wasser schütten und schwaden, die Ofentür sofort schließen. Nach 15 Minuten die Ofentür öffnen und die Schwaden entweichen lassen, danach weitere 15 Minuten das Brot zu Ende backen.

Teilnehmer Synchronbacken Wurzelbrot

Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf

Tanja von Süß & Herzhaft

Steffi von dulcipessa

Sylvia von Brotwein

Ingrid von auchwas

Katrin von Summsis Hobbyküche

Jutta von Jutt-ah!

Tina von Küchenmomente.de

Manuela von Vive la rèduction!

Anna von teigliebe

Dagmar von Dagmars brotecke

Petra von Obers trifft Sahne

Simone von zimtkringel 

Sandra von from-snuggs-kitchen

10 Gedanken zu „Wurzelbrot“

  1. Liebe Britta,
    deine Variante mit den Röstzwiebeln finde ich super! Und wenn ich mir dein Brot so anschaue, könnte ich gleich wieder neuen Teig ansetzen 😉 .
    Ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Backrunde mit dir.
    Ganz liebe Grüße (und einen schönen Urlaub)

    Tina

  2. Liebe Britta,
    das sieht ja auch ganz köstlich aus hier bei dir. Röstzwiebeln finde ich auch eine richtig gute Idee. Ich glaub, ich muss wirklich nochmal welche von diesen Wurzelbroten backen…
    Liebe Grüße, Steffi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.